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Willkommen bei IF Metall

IF Metall hat cirka 355 000 Mitglieder in nahezu 12 100 Arbeitsplätzen in ganz Schweden. Durch die große Anzahl der Mitglieder steigen auch die Möglichkeiten zur Verbesserung der Bedingungen in der Arbeitswelt und in der Gesellschaft. IF Metall setzt sich ein für die Interessen der Arbeitnehmer und für eine demokratische und gleichgestellte Gesellschaft, in der alle ein Recht auf gute und sichere Arbeit haben.

Es geht um das Aushandeln von besseren Löhnen und Bedingungen am Arbeitsplatz sowie um die Einforderung verschiedener politischer Beschlüsse. Was am Ende des Monats nach Begleichung aller Rechnungen übrig bleibt, hängt nicht nur vom Lohn ab. Steuern, Abgaben, Abzüge und sonstige Gebühren wirken sich auch auf die privaten Finanzen aus. Du und Deine Kollegen stellen die Forderungen nach Veränderungen. Doch um zu verändern und Einfl uss ausüben zu können, muss man Bescheid wissen. Als Mitglied kommt es darauf an, sich zu informieren, Forderungen zu stellen und Einfl uss zu üben.




Kern der Gewerkschaft
Der Tarifvertrag basiert auf einer Verpfl ichtung der Arbeitnehmer in der Industrie. Diese Verpfl ichtung beinhaltet, dass niemand uns Industriearbeiter dazu zwingen kann, zu niedrigeren Löhnen oder schlechten Bedingungen zu arbeiten als im Tarifvertrag vereinbart. Gleichzeit soll derjenige, der arbeitslos geworden ist eine angemessene Entschädigung erhalten. Aus diesem Grund wurde das System der Arbeitslosenversicherung eingerichtet. Die Gewerkschaftsbewegung war es auch, die Ansprüche stellte und die Initiative zu den anderen heute vorhandenen Sozialversicherungsleistungen ergriffen hatte. Gemeinsam bedeutet all dies eine allgemeine Sicherheit für alle. Die Mitglieder von IF Metall sind unter anderem tätig:
– in der Maschinenbau- und Kunststoffi ndustrie
– in der Baustoffi ndustrie
– im Bergbau
– in der Arzneimittelindustrie
– in den Eisen- und Glashütten
– in der Textilindustrie
– in Kfz-Werkstätten
– in Samhall.

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Dafür setzen wir uns ein
Neben dem Kampf um gute Tarifverträge gibt es noch viele weitere wichtige Fragen, von gesicherten Arbeitsplätzen und guten Sicherungssystemen bis hin zur Beeinfl ussung von Politikern und Mitwirkung in der internationalen gewerkschaftlichen Arbeit.

Tragfähige Verträge
Die Mitglieder werden durch Tarifverträge vor Gutdünken und ungerechter Behandlung geschützt. Die Tarifverträge sorgen für Arbeitsfrieden und Arbeitspfl icht als Gegenleistung für anständige Löhne und gute Arbeitsbedingungen. Zielsetzungen sind höhere Reallöhne für die Mitglieder durch Tarifverträge, die Anhebung der niedrigsten Löhne und die Kürzung der Arbeitszeit. IF Metall akzeptiert nicht, dass die Globalisierung als Vorwand für die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen herangezogen wird. Die Gewerkschaft setzt sich für landesweite und auf jede Branche angepasste Tarifverträge ein sowie für den Grundsatz, dass schwedische Verträge bei einer in Schweden ausgeübten Tätigkeit Gültigkeit haben.

Weiterentwicklung der Arbeit

Durch Tarifverträge sorgen wir für
Arbeitsfrieden und Arbeitspfl icht als
Gegenleistung für anständige Löhne
und gute Arbeitsbedingungen.
IF Metall will durch die Entwicklung des Arbeitsinhalts und der Arbeitsorganisation bessere Arbeitsplätze und wettbewerbsfähigere Unternehmen schaffen. Ziel ist, dass alle in der Industrie die Chance auf Weiterentwicklung am Arbeitsplatz erhalten, an notwendigen Fortbildungs- und Schulungsmaßnahmen teilnehmen können sowie mehr Einfl uss auf ihren Arbeitsplatz üben können.

Mehr Sicherheit am Arbeitsplatz
IF Metall setzt sich für mehr Sicherheit und Geborgenheit in der Arbeit und für eine
gute Arbeitsumwelt ein. Wer einen Arbeitsunfall erleidet oder andere Probleme am Arbeitsplatz bekommt, soll sich trotz allem der Unterstützung der Gewerkschaft sicher sein und eine aktive Rehabilitierung erhalten, um bald wieder an seinen Arbeitsplatz zurückkehren zu können.
Foto : Hans Runesson

Hilfe in einem veränderten Umfeld
Die Gewerkschaftsmitglieder sind in einem sich stark verändernden Umfeld tätig. Deshalb ist es wichtig, Sicherheit bei der Beschäftigung und bei Veränderungen zu gewährleisten.

Mitglieder, die arbeitslos werden, sollen andere Möglichkeiten erhalten, beispielsweise eine andere Arbeit oder Umschulung für neue Aufgabenbereiche. Dies erfordert ein gutes Sicherungsnetz und eine gut funktionierende Arbeitsmarktpolitik. Wer ohne Arbeit ist, soll eine angemessene Entschädigung erhalten.

Eine gute Gesellschaft
Unsere Bemühungen für eine industrielle Entwicklung beinhalten nicht nur bessere Arbeitsbedingungen, sondern auch das Streben nach einer solidarischen, gleichgestellten und demokratischen Gesellschaft. IF Metall setzt sich für die Verwirklichung einer guten Gesellschaft ein und verteidigt ein generelles Wohlfahrtsmodell, das alle Bürgerinnen und Bürger umfasst und gemeinsam fi nanziert wird.

Eine starke gewerkschaftliche Organisation
Die wichtigste Aufgabe von IF Metall ist die Organisation aller Arbeitnehmer eines Betriebs und der Einsatz dafür, dass sich so viele wie möglich an der gewerkschaftlichen Arbeit beteiligen. Alle Mitglieder, die wollen, können an der Arbeit und Beschlussfassung der Gewerkschaft teilnehmen. Ein wichtiger Bestandteil sind gewerkschaftliche Schulungsmaßnahmen.

Schlaue Mitglieder und Vertrauensleute sind eine Grundvoraussetzung für eine starke Gewerkschaft. Die gewerkschaftliche Organisation soll so nah wie möglich am Mitglied angesiedelt sein. Eine Kontaktaufnahme zu den gewerkschaftlichen Vertretern soll einen reibungslosen Ablauf gewährleisten können, Hilfestellung und Unterstützung sollen dann erfolgen, wenn es zu Problemen in der Arbeit kommt. In der IF Metall sind alle Mitglieder gleich wertvoll, ganz gleich welchen Alters, Geschlechts, Ursprungs oder sexueller Veranlagung.

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Verträge – ein Verhandlungsergebnis
Ein zwischen einem Arbeitgeberverband und einer Gewerkschaft geschlossener Vertrag wird Tarifvertrag genannt.

Flächendeckender Vertrag
Ein zwischen einer zentralen Gewerkschaft und einem zentralen Arbeitgeberverband geschlossener branchenweiter Vertrag wird fl ächendeckend genannt. Flächendeckende Verträge bilden die Grundlage für lokale Verhandlungen. Flächendeckende Verträge sorgen dafür, dass die Lohnerhöhungen auf gleichartige Weise in ganz Schweden erfolgen.

Inhalt der flächendeckenden Tarifverträge
Die Verträge enthalten u.a. folgende Bestimmungen:
– Mindestlöhne und Lohnerhöhungen
– Bestimmungen für Akkord- und Monatslöhne
– Spesen und Reisekostenentschädigung
– Bestimmungen für die Länge der Arbeitszeit, Auslagerung und Entschädigung
– Versicherungen
– Krankengeld, Urlaubsgeld, Feiertagszulage.

Lokale Verträge
Oftmals werden die fl ächendeckenden Verträge durch lokale Tarifverträge ergänzt, die beispielsweise einen höheren Lohn beinhalten. Dies erfolgt mittels Verhandlungen am Arbeitsplatz. An Arbeitsplätzenmit gewerkschaftlichen Betriebsgruppen verhandeln die Vertrauensleute mit den Arbeitgebervertretern. An Arbeitsplätzen ohne gewerkschaftliche Betriebsgruppe verhandelt der Bezirksverband mit dem Arbeitgeber.

Viele Arbeitgeber wollen weg von den flächendeckenden Verträgen, die Lohn- und Gehaltserhöhungen enthalten, und stattdessen selber die Lohn- und Gehaltserhöhungen festlegen und darüber entscheiden, wer sie bekommt.


Umstellungsvertrag
Alle an einem Arbeitsplatz Werktätigen sind vom Umstellungsvertrag betroffen. Neben den staatlichen Leistungen erhält der Gekündigte Hilfe bei der Suche nach einer anderen Arbeit oder Umschulung für eine neue Tätigkeit. Der Vertrag wird mit den von den Arbeitnehmern in fl ächendeckenden Vertragsverhandlungen dafür vorgesehenen Mitteln finanziert.

Viele Arbeitgeber wollen weg von den fl ächendeckenden Verträgen, die Lohn- und Gehaltserhöhungen enthalten, und stattdessen selber die Lohn- und Gehaltserhöhungen festlegen und darüber entscheiden, wer sie bekommt.

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Durch Verträge abgesichert

Weitere auskünfte. Als Mitglied kann man auch günstig weitere Versicherungen abschließen. Auskünfte erteilen gewerkschaftliche Vertreter am Arbeitsplatz oder der Bezirksverband.
Alle, die tarifl ich an einem Arbeitsplatz tätig sind, kommen in den Genuss von tarifl ichen Versicherungen. Diese vermitteln Hilfe u.a. im Krankheitsfall oder bei Unfällen am Arbeitsplatz. Dank des Vertrags stehen darüber hinaus auch Mittel für die Rente in Form von einer tarifl ichen Zusatzrente zur Verfügung. Diese Versicherungen werden von den Arbeitnehmern über die flächendeckenden Tarifverträge solidarisch mitfinanziert.


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Sicherheit am eigenen Arbeitsplatz
Der Arbeitgeber ist für die Sicherheit am Arbeitsplatz verantwortlich. Doch die hohen Effektivitätsforderungen der Arbeitgeber beinhalten häufi g eine Beeinträchtigung der Sicherheit am Arbeitsplatz. Deshalb kommt den Schutzbeauftragten und gewerkschaftlichen Betriebsgruppen eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Sicherheit am Arbeitsplatz zu. Gemäß Arbeitsschutzgesetz sollen alle Arbeitsplätze mit mindestens fünf Arbeitnehmern einen Schutzbeauftragten haben sowie Arbeitsplätze mit über 50 Mitarbeitern darüber hinaus ein Schutzkomitee, bestehend aus Vertretern der Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Immer die vorhandene Schutzausrüstung verwenden und im Falle eines Unfalls – immer
den Beinaheunfallbericht oder Unfallbericht ausfüllen.

Viele Arbeitsplätze haben Zugang zu einem betrieblichen Gesundheitsdienst. Neben der Direktversorgung in Zusammenhang mit Unfällen und Verletzungen am Arbeitsplatz ist der Dienst darüber hinaus auch für vorbeugende Maßnahmen verantwortlich.

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Zusammenspiel von Gesetzen und Verträgen
Es gibt eine Reihe von so genannten Arbeitsmarktgesetzen. Diese werden häufi g durch zentrale und/oder lokale Verträge ergänzt. Gemeinsam schreiben sie die Rechte und Pfl ichten der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz vor.

Das Gesetz über den Kündigungsschutz, LAS
Früher konnten Arbeitgeber ganz einfach ohne sachliche Begründung Kündigungen aussprechen. Um dies zu verhindern, wurde das Gesetz über den Kündigungsschutz geschaffen, LAS genannt.

Das Mitbestimmungsgesetz, MBL
Das Mitbestimmungsgesetz, MBL, wurde zur Stärkung der Einfl ussmöglichkeiten der Arbeitnehmer geschaffen. Es ist ein Rahmengesetz, das durch Vereinbarungen ergänzt werden kann.

Gesetz für Vertrauensleute, FML
Dieses Gesetz räumt gewerkschaftlichen Vertrauensleuten das Recht ein, sich während der bezahlten Arbeit mit den die Bedingungen am eigenen Arbeitsplatz betreffenden Fragen zu befassen. Das Gesetz ermöglicht auch ein Anrecht auf unbezahlten Urlaub für andere gewerkschaftliche Tätigkeiten.

Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, AML
Dieses Gesetz dient der Vorbeugung von Krankheit und Unfällen am Arbeitsplatz. Gemäß Gesetz soll der Arbeitgeber alle nötigen Maßnahmen ergreifen, um die Arbeitnehmer vor Unfällen oder Krankheit am Arbeitsplatz zu schützen. Das Gesetz AML regelt auch die Aufgaben des Schutzbeauftragten, das Recht auf Urlaub sowie beibehaltene Anstellungsbedingungen. Innerhalb mancher Tarifbereiche gibt es ergänzende Verträge für die lokale Arbeitsschutztätigkeit.

Andere Gesetze zur Sicherung der Rechte am Arbeitsplatz sind u.a. das Urlaubsgesetz, das Gleichstellungsgesetz, das Gesetz gegen ethnische Diskriminierung, das Elternurlaubsgesetz sowie das Gesetz über Freistellung aufgrund von Fortbildung.

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Die Gewerkschaft ganz in Deiner Nähe
Wenn Du Zugang zum Internet hast, steht IF Metall rund um die Uhr unter www.itmetall.se zur Verfügung. Auf der Homepage sind u.a. Informationen über die Tätigkeit der Gewerkschaft zu fi nden sowie gewerkschaftliche Nachrichten und Links zur Arbeitslosenversicherung.

Bezirksverbandbeauftragter
An den Arbeitsplätzen ohne gewerkschaftliche Betriebsgruppe gibt es häufi g einen gewerkschaftlichen Vertreter, den Bezirksverbandbeauftragten. Hat der Betrieb nur wenige Mitarbeiter, gibt es vielleicht keinen gewerkschaftlichen Vertreter. In diesem Fall trägt der Vorstand des Bezirksverbands die Hauptverantwortung für die gewerkschaftlichen Kontakte zu den Mitgliedern und die nötige Hilfestellung.

Gewerkschaftliche Betriebsgruppe
Gibt es mehrere Mitarbeiter im Betrieb, wird eine gewerkschaftliche Betriebsgruppe eingerichtet. Die Mitglieder wählen einen Vorstand, der sie in der gewerkschaftlichen Arbeit im Betrieb vertritt. Die Betriebsgruppe organisiert die Mitglieder und wahrt ihre Interessen gegenüber dem Arbeitgeber. Die Mitglieder sind einbezogen und beschließen darüber, welche Fragen die Betriebsgruppe aufgreifen soll.

Välkommen till IF MetallDies erfolgt häufig auf einer Mitgliederversammlung. Dort werden Löhne, Sicherheit am Arbeitsplatz, Studien und weitere für die Mitglieder wichtige Fragen behandelt. In größeren Betriebsgruppen wird häufi g eine Kontaktperson benannt, die den verschiedenen Produktionsgruppen oder Arbeitsteams nahe steht. Die Kontaktpersonen werden vom Betriebsvorstand in Absprache mit den betroffenen Mitgliedern ernannt.

Bezirksverband
Mitglieder einer oder mehrerer Kommunen bilden einen Bezirksverband. Dieser unterstützt die gewerkschaftliche Tätigkeit an den Arbeitsplätzen innerhalb des Bezirksverbands. Seit dem 1. Mai 2006 besteht IF Metall aus 52 Bezirksverbänden. Die übergreifenden Beschlüsse des Bezirksverbands werden von einem Beirat getroffen, der aus gewählten Vertretern der Betriebsgruppen an den Arbeitsplätzen besteht. Auch die anderen Mitglieder haben die Möglichkeit, an den Sitzungen des Beirats teilzunehmen. Der Beirat wählt auch den Vorstand des Bezirksverbands, der die laufende Arbeit im Bezirksverband leitet. In der Geschäftsstelle des Bezirksverbands gibt es gewerkschaftliche Funktionäre und andere Mitarbeiter, die sich mit der Hilfestellung bei Verhandlungen, Arbeitslosenversicherung, Mitgliedsbeiträgen und anderem befassen.

Gewerkschaftsvorstand
Der Vorstand besteht aus 19 Mitgliedern, darunter 13, die in Betrieben im ganzen Land tätig sind und sechs, die in der Hauptverwaltung in Stockholm arbeiten. Aufgabe des Vorstands ist die Leitung der gewerkschaftlichen Tätigkeit im Zeitraum zwischen den Kongressen. Sie können sich bei ihrer Arbeit auf die Hauptgeschäftsstelle stützen.

Die Hauptgeschäftsstelle kann auch bei Fragen helfen, die nicht lokal gelöst werden können. Dies beispielsweise bei Streitigkeiten über die Auslegung von Gesetzen und Verträgen, Untersuchungen, Statistik, fl ächendeckende Lohn- und Gehaltsverhandlungen und weitere Fragen. Mindestens einmal jährlich kommt der Gewerkschaftsbeirat zusammen, der ein beratendes Gremium des Vorstands ist und den Tätigkeitsplan und den Haushalt für das nächste Jahr beschließt. Der Gewerkschaftsbeirat besteht aus sämtlichen Vorsitzenden der Bezirksverbände und des Vorstands. Für die Planung von Tarifverhandlungen und der Wahl der Verhandlungsdelegationen gibt es einen Tarifrat. Dieser berät den Vorstand in Verhandlungs- und Tariffragen.


Kongress
Jedes dritte Jahr fi ndet der Gewerkschaftstag – Kongress – statt. Dort werden die Ziele von IF Metall und die hauptsächliche Ausrichtung der gewerkschaftlichen Tätigkeit festgelegt. Insgesamt werden 300 Delegierte aus den Bezirksverbänden im ganzen Land gewählt. Die Anzahl der Mitglieder eines Bezirksverbands ist ausschlaggebend für die Anzahl seiner Delegierten. Auf dem Kongress wählen die Delegierten auch den Gewerkschaftsvorstand.


Mitgliederversammlungen
Jedes Jahr organisiert die Gewerkschaft Mitgliederversammlungen in ganz Schweden. Vertreter der Gewerkschaft besuchen dann die Bezirksverbände, um u.a. in kleinerem Kreis Kommentare einzuholen und über wichtige und aktuelle Fragen mit den Mitgliedern zu diskutieren. Dies ermöglicht eine breite Diskussionsgrundlage in der gesamten Gewerkschaft. Die Kommentare der Mitglieder werden dann zusammengefasst und u.a. bei zentralen Lohn- und Gehaltsverhandlungen verwendet.

LO. IF Metall ist Mitglied des Gewerkschaftsbunds in Schweden (LO-Landsorganisationen i Sverige), der Dachverband verschiedener schwedischer Gewerkschaften. Insgesamt hat die LO etwa 2 Millionen Mitglieder.

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Mitgliedsbeitrag
Der Mitgliedsbeitrag von IF Metall wird in Prozent vom Lohn oder Gehalt geleistet, im Schnitt beträgt er etwa 1,7 Prozent. Es gibt jedoch eine Obergrenze für die Beitragshöhe sowie eine Untergrenze für den niedrigsten Beitrag. Ein Teil des Beitrags geht an die Gewerkschaft, ein Teil an die Arbeitslosenversicherung sowie ein Teil an den Bezirksverband.

Über die Höhe des Beitrags beschließen der Kongress und der Bezirksverband. Der Beitrag ist auch abhängig von politischen Beschlüssen über die Abgabe zur Arbeitslosenversicherung. Der Mitgliedsbeitrag kann zwischen den inzelnen Bezirksverbänden unterschiedlich ausfallen, da der Beitrag an den Bezirksverband variiert. Einige gewerkschaftliche Betriebsgruppen erheben ferner eine geringere Gebühr.

So wird das Geld verwendet
Der Mitgliedsbeitrag wird hauptsächlich für folgende Tätigkeiten verwendet:
– Lokale Arbeit der Bezirksverbände, z.B. Mitgliederhilfe, Verhandlungen, icherheit am Arbeitsplatz, Treffen sowie gewerkschaftliche Studien.
– Zentrale Tarifverhandlungen und Streitigkeiten sowie Tätigkeit der Gewerkschaft bezüglich Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz.
– Mitgliederversicherungen.
– Gewerkschaftliche Studien, Information, Zeitung Dagens Arbete (Arbeit des Tages) sowie sonstige Tätigkeiten der Gewerkschaft, wie z.B. Studien.
– Gewerkschaftsvorstand, Gewerkschaftsbeirat, Tarifrat und Kongress sowie internationale gewerkschaftliche Tätigkeit.
– Beitrag der Gewerkschaft an die LO und weitere Organisationen
– Arbeitslosenversicherung.

Ein Teil des Beitrags ist für den Aufbau des Streikfonds der Gewerkschaft vorgesehen. Dieser ist notwendig, wenn wir streiken oder von einem Lockout betroffen werden.

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Anfänge der Gewerkschaften
Die ersten Gewerkschaften wurden vor gut 100 Jahren gegründet. Damals gab es eine hohe Arbeitslosigkeit und eine große Armut, die Löhne waren niedrig und die Arbeitsumwelt schlecht. Damals waren Arbeitszeiten von 12–16 Stunden am Tag, sechs Tage in der Woche weit verbreitet. Es gab keinerlei Kündigungsschutz. Die Arbeiter protestierten mit Streiks und Demonstrationen. Ohne eine gemeinsame Organisation und Streikkassen zwang sie der Hunger häufi g wieder zurück zum Arbeitsplatz. Bald verstanden die Arbeiter, dass man sich zusammenschließen muss, um die Arbeitgeber zum zuhören zu zwingen. Die Bildung von Gewerkschaften wurde zur Bedrohung der Arbeitgeber, die alles unternahmen, um ihre Privilegien beibehalten zu können. Wer einer Gewerkschaft angehörte, musste häufi g seine

Es gab keinen gesetzlichen Schutz für die Zugehörigkeit zu einer Gewerkschaft. Deshalb wurden die gewerkschaftlichen Pioniere rücksichtslos verfolgt.

Arbeit aufgeben und verlor seine Wohnung. Die Arbeitgeber versuchten, die Gewerkschaften mit Hilfe von Polizei und Soldaten in die Knie zu zwingen, doch dies verhinderte keineswegs die gewerkschaftliche Entwicklung. Zur Führung des gewerkschaftlichen Kampfs in den gesetzgebenden Versammlungen gründete die Gewerkschaftsbewegung 1889 die Sozialdemokratische Arbeiterpartei, SAP. Im 20. Jahrhundert arbeiteten die Gewerkschaften trotz aktiven Widerstands seitens der Arbeitgeber und konservativen Parteien mit dem Sozialdemokraten zusammen und konnte Schritt für Schritt die Positionen der Arbeiter am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft voranbringen.


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Nutzen der Mitgliedschaft
Bezugspersonen
Als Mitglied von IF Metall kann man sich immer an jemanden wenden. In allen den Arbeitsplatz betreffenden Fragen kann man bei den gewerkschaftlichen Vertrauensleuten oder Funktionären Hilfe einholen. Man kann auch Verhandlungshilfe erhalten, falls man mit dem Arbeitgeber in Unstimmigkeiten gerät. Alle Mitglieder haben Anspruch auf eine gute Dienstleistung und Hilfe, wenn man sie braucht.

Möglichkeit der Einfl ussnahme
Als Mitglied hat man große Möglichkeiten, auf den Arbeitsplatz und in der Gewerkschaft Einfl uss auszuüben. So kann man beispielsweise an gewerkschaftlichen Treffen und Studien teilnehmen sowie auf Beschlüsse in der gewerkschaftlichen Betriebsgruppe, im Bezirksverband und in der Gewerkschaft einwirken.
Man kann
– für einen Vertrauensposten gewählt werden,
– Fragen beeinfl ussen und vorantreiben, die ein wichtiges Anliegen sind,
– teilnehmen am Kampf für bessere Bedingungen am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft,
– Ungerechtigkeiten in der Arbeit und in der Gesellschaft
bekämpfen.

Gewerkschaftliche Studien
Eines der wichtigsten Instrumente für die Entwicklung der Gewerkschaft ist die Schulung. In allen Bezirksverbänden sowie in den meisten gewerkschaftlichen Betriebsgruppen gibt es Studienverantwortliche, die Studienkreise und Kurse für Mitglieder organisieren. Durch die gewerkschaftlichen Schulungen erhält man die Möglichkeit, mehr über die Rechte und Pfl ichten am Arbeitsplatz zu lernen. Die Teilnahme an den gewerkschaftlichen Schulungsmaßnahmen ist kostenlos – sie ist bereits über den Mitgliedsbeitrag finanziert. Man muss nicht vertrauensgewählt sein. Man wendet sich ganz einfach an den für Studien Verantwortlichen am eigenen Arbeitsplatz, an die Betriebsgruppe oder den Bezirksverband, um genaueres zu erfahren.

Freizeit
Die Freizeit ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Wir können Kraft schöpfen und uns inspirieren lassen. Mehrere Bezirksverbände von IF Metall haben Freizeitangebote zu günstigen Preisen.

Kontakt
Erland Lindkvist – erland.lindkvist@ifmetall.se


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Uppdaterad 10/20/2011